Die Entwicklung hinter dem WordPress Admin Header

Eines der neuen Features in WordPress 3.3 wird die Verknüpfung von Admin Header und Admin Bar sein. Doch wie sah der Admin Header eigentlich in WordPress 0.71 aus?

Mit fast jeder Version hat sich der Kopf der Administrationsoberfläche geändert. Mal wurden Elemente hinzugefügt, mal wurden farbliche Akzente gesetzt.
Doch nicht jeder hat mit den ersten Versionen von WordPress gearbeitet und weiß noch, wie sich die Geschichte entwickelt hat. Außer vielleicht Vladimir.
Ich selbst hatte meinen ersten Kontakt mit WordPress auch erst im Jahr 2007, muss also Version 2.1, 2.2 oder 2.3 gewesen sein.

Aufgrund meiner Trac Aktivitäten weiß ich aber mittlerweile, wie sich der Admin Header von Version zu Version verändert hat.
Um einen Einblick in die Entwicklung zu geben, habe ich von jedem WordPress Zweig die ersten 300×920 Pixel genommen und die Unterschiede dokumentiert.

WordPress 0.71

WordPress 0.71-gold ist die älteste Version, die im Release Archiv geladen werden kann.

  • Minimalistik pur. WordPress war farblich in schwarz und weiß gehalten.
  • Die Navigationsleiste war unter dem WordPress Logo platziert.

WordPress 1.0

  • In Version 1.0 kam dann etwas Farbe hinzu, unter anderem für das Logo und die Links.
  • Eine statische Schattengrafik versuchte den Header von der Navigation abzutrennen.

WordPress 1.2

Gegenüber WordPress 1.0 gab es in der Version 1.2 keine Änderungen im Header.

WordPress 1.5

  • Mit Version 1.5 bekam WordPress das erste Mal sein Dashboard.
  • Im Header wurde das WordPress Logo durch den Seitennamen ersetzt.
  • Der View Site Link wechselte von der Navigation neben den Seitennamen.

WordPress 2.0

  • WordPress 2.0 wurde blau, heißt der Header wurde mit verschiedenen Blautönen unterlegt.
  • Außerdem fand zum ersten Mal das berüchtigte Howdy Element (zusammen mit den Profillinks) rechts oben seinen Platz. Es ersetzte die Links in der Navigationsleiste

Aufgefallen: Das neue WordPress 3.3 Feature Welcome Panel gab es in abgespeckter Version schon in dieser Version.

WordPress 2.1

  • Gegenüber der vorherigen Version wurde das Navigationsmenü mit einem Dunkelblau unterlegt.

WordPress 2.2

Keine Änderungen gab es in WordPress 2.2 bzg. des Headers.

WordPress 2.3

Auch Version 2.3 kam mit keinen Änderungen daher.

WordPress 2.5

  • Mit WordPress 2.5 wurde der Kopf des Backends farbenfroher, hauptsächlich durch die Farbe orange.
  • Das Navigationsmenü wurde gesplittet – das Dashboard Element erschien nun als Tab auf einer grauen Leiste über dem Logo.
  • In der selben Leiste befanden sich auch die Profillinks.
  • Der Visit Site Link wurde zum Button und das Welcome Panel wurde entfernt.

WordPress 2.6

Keine wirklichen Änderungen kamen mit Version 2.6, außer, dass der Turbo Link seinen Platz im Header fand. Turbo stand für Google Gears.

WordPress 2.7

Mit dem Redesign in WordPress 2.7 wurde die Administrationsbereich komplett überarbeitet und neu gestaltet.

  • Die Farbe blau wurde durch verschiedene Grautöne ersetzt.
  • Die Navigation befand sich nun links und die Menü-Unterpunkte waren ohne Seitenwechsel erreichbar.
  • Im Header war wieder ein WordPress Logo zu finden, daneben der View site Link.
  • Außerdem wurde eine Dropdown-Menü in den Header eingebaut, welches die „Favoriten“, wie New Post oder New Page ausgab.
  • Die Tabs Screen Options und Help wurden eingeführt.

WordPress 2.8

Die einzige direkte sichtbare Änderung war das View Site Element. Es wurde zu einem Button wieder.
Unter dem Tab Screen Options befand sich allerdings noch die Möglichkeit, dass Dashboard in 1 – 4 Spalten zu unterteilen.

WordPress 2.9

In WordPress 2.9 gab es keine Änderungen.

WordPress 3.0

In WordPress 3.0 wurden WordPress und WordPress MU verbunden.

  • Aus diesem Grund wurde die linke Navigation um die Multisite Elemente erweitert.
  • Ansonsten ist der Header deutlich heller geworden.
  • Das View Site Element wurde entfernt.

WordPress 3.1

  • WordPress 3.1 kam mit einer neuen Oberfläche für den Multisite Modus. Deswegen verschwanden die Elemente wieder aus der linken Navigation.
  • Der Link zur der neuen Oberfläche wurde oben links neben dem Profillink platziert.

WordPress 3.2

Die Admin Bar kam in Version 3.2 zum ersten Mal in Einsatz.

  • Die Admin Bar war mit Links zu häufig genutzten Funktionen gefüllt. Es gab eine Suche, die das Frontend durchsuchte und es gab ein Element für die Profillinks.
  • Die Profillinks spiegelten sich allerdings auch rechts in einem Dropdown-Menü wieder.
  • Desweiteren wurde das Navigationsmenü optisch aufgewertet. Anstatt einzelne Boxen gab es nun eine über die gesamte Höhe gezogene Leiste.
  • Der eigentliche Header mit dem Seitennamen befand sich auch nicht mehr über der Navigation, sondern neben der Navigation und unter der Admin Bar.
  • Aufgrund der Admin Bar wurde das Dropdown-Menü für die „Favoriten“ entfernt.

WordPress 3.3

WordPress 3.3 hat seinen finalen Status noch nicht erreicht, aber die Änderungen bzg. des Headers sind schon so gut wie beendet.

  • In Version 3.3 wird die Admin Bar von Version 3.2 weiter ausgebaut sein. Die neue Admin Bar verbindet jetzt den Header, das Dropdown-Menü und die alte Admin Bar.
  • Das WordPress Logo ist in die Admin Bar gewandert und bekommt dort ein eigenes Menü mit Unterpunkten, zum Beispiel zu der neuen About WordPress Seite.
  • Die Benutzerinfos sind in der Admin Bar nach rechts gewandert, sowie es bei Twitter, Google+ und Co zur Zeit ebenfalls strukturiert ist.
  • In den ersten 300 Pixel ist auch wieder das schon oben erwähnte Welcome Panel zu sehen.
  • Im Gegensatz den vorherigen Versionen sind die Unterpunkte in der linken Navigation nicht mehr direkt sichtbar. Diese erscheinen erst beim Überfahren mit der Maus.

Zukunft

Was wird die Zukunft bringen? Da WordPress 3.3 noch nicht unter die Masse gebracht worden ist, kann noch nicht wirklich gesagt werden, wie der neue Header ankommen wird.
Wird er positiv angenommen wird er vielleicht so bleiben, wenn nicht, wird er passend gemacht.

Aber vielleicht hast du schon einen Blick auf die kommende Version geworfen? Wie findest du die Änderungen? Vielleicht auch im Hinblick auf die Entwicklung seit Version 0.71?

Ich freu mich auf eure Antworten!

WordPress 3.3 Beta 4 veröffentlicht

wordpress-features
Die neue About WordPress Seite listet die Changelog.

10 Tage nach der letzten Beta wurde heute die letzte Beta für den WordPress 3.3 Zweig veröffentlicht.

Zwischen der zweiten und dritten Beta gab es schon 200 Änderungen am Core.
Für die Beta 4 wurden es diesmal noch ein paar mehr. Insgesamt sind es 222 Commits geworden, welche die unterschiedlichsten Probleme aufgegriffen und dementsprechend behoben haben.

Zu den herausstechenden Änderungen gehören:

  • Bugfixes für das Twenty Eleven Theme
  • Bugfixes für den Mediauploader und Thickbox (Lässt sich u.a. wieder schließen)
  • Weitere Optimierungen für RTL(right to left) Sprachen
  • Reaktivierung des RDF Feeds
  • Finalisierung des Welcome Panels.
  • Finialisierung der About WordPress Seite.
  • Optimierung der WordPress Editor API.
  • Einführung von wp_no_robots()
  • Optimierung der Admin Bar API.
  • Aktualisierung der jQuery Bibliothek auf Version 1.7.1
  • Optimierungen der Accessibility für die Admin Bar und das Admin Menü.

Thought 3 was the last?
Ha ha! Here is Beta 4 —
Better get testing.

WordPress 3.3 Beta 3 kann als Paket hier heruntergeladen werden.

Auch wenn der Zeitplan nicht eingehalten werden konnte, ein Relase für dieses Jahr ist definitiv noch im Rennen.

Projekt: WordPress Trac Activity [Beendet.]

WordPress Trac Activity Logo

WordPress Trac Activity ist ein neues Projekt, welches ich vor Kurzem gestartet habe. Mit Google+ Pages veröffentliche ich dort aktuelle Neuigkeiten aus dem WordPress Core Trac.

Die Google+ Seite heißt WordPress Trac Activity und kann von Google+ Nutzern gerne eingekreist werden. Danach bekommt ihr in eurem Stream direkt die neuesten Infos, die ihr vielleicht sonst nicht bekommen hättet.
Hier im Blog berichte ich meistens nur über fertige Features. In Google+ schreibe ich deshalb auch über den Stand von Features, die noch nicht komplett sind, oder aber auch später wieder entfernt werden.

Da nicht jeder einen Google+ Account besitzt und vielleicht nicht auf die Informationen verzichten möchte, kann auch gerne denn Feed abonnieren.

Ein Vorbeischauen lohnt also.

WordPress 3.3 Beta 3 veröffentlicht

In den letzten paar Tagen wurde nochmal eine Menge in WordPress 3.3 geändert. Insgesamt sind es 200 Commits geworden.

These silly haikus –
With so many releases,
I run out of words.

Hauptsächlich wurde das Administration Screen API zusammen mit der Klasse WP_SCREEN weiter optimiert, siehe dazu /wp-admin/includes/screen.php.

Außerdem wurde die Funktion favorite_actions() endgültig als deprecated deklariert. Die Funktion wurde schon mit WordPress 3.2 nicht mehr genutzt und muss in WordPress 3.3 aufgrund der neuen Admin Bar nun weichen.

Dazu wurde noch ein von Pascal gemeldeter Fehler behoben, welcher die Editorbuttons farblich falsch darstellte. Danke Pascal!

Änderungen gab es auch bei der Admin Bar. Die Größte dabei ist wohl, dass der Hilfe Tab, unter welchem auch die Optionen versteckt waren, aus der Admin Bar geflogen ist.

hilfe-optionen-tab
Aus Groß wird Klein - WordPress 3.3 bekommt die kleinen Tabs wieder

Das neue Willkommens Panel sowie die About WordPress Seite wurde auch weiter angepasst. Hier zwei Screenshots:

wordpress-welcome-panel
WordPress 3.3: Das Willkommen Panel
wordpress-about-page
WordPress 3.3: Übersicht über die aktuelle Version

Und zu guter Letzt wurde jQuery 1.7 in den Core eingebunden.

WordPress 3.3 Beta 3 kann als Paket hier heruntergeladen werden.

Wohin mit den WordPress Codeschnipsel?

Da hat man mal wieder einen hilfreichen WordPress Codeschnipsel gefunden und stellt sich die Frage, wohin damit jetzt eigentlich?

schnipsel-image

Berechtigte Frage, denn es gibt viele Möglichkeiten. In diesem Artikel möchte ich auf 3 Varianten eingehen und kurz ihre Vor- bzw. Nachteile darstellen.

Variante 1: functions.php des Themes nutzen

Diese Variante ist wohl die weit Verbreiteste.
Codeschnipsel kopieren, functions.php des aktiven Themes öffen, Schnipsel an das Ende kopieren, speichern, fertig. Keine große Erklärung nötig; Schnelligkeit und Einfachheit sind somit die Vorteile.

Demgegenüber stehen allerdings ein paar Nachteile:
Wie dem folgendem Schnipsel aus der wp-settings.php zu entnehmen ist, wird die functions.php nicht immer geladen, immer dann nicht, wenn WP_INSTALLING definiert ist.

// Load the functions for the active theme, for both parent and child theme if applicable.
if ( ! defined( 'WP_INSTALLING' ) || 'wp-activate.php' === $pagenow ) {
	if ( TEMPLATEPATH !== STYLESHEETPATH && file_exists( STYLESHEETPATH . '/functions.php' ) )
		include( STYLESHEETPATH . '/functions.php' );
	if ( file_exists( TEMPLATEPATH . '/functions.php' ) )
		include( TEMPLATEPATH . '/functions.php' );
}

Bei mehreren Schnipseln in der functions.php kann auch schnell die Übersicht verloren gehen, außerdem könnten bei einer Aktualisierung des Themes die Daten wieder verloren gehen. Stichwort Child Themes.

Variante 2: Ein Must-Use Plugin nutzen

Ein Must-Use Plugin? MU Plugins, in der deutschen Übersetzung Obligatorisch, sind PHP Dateien im /wp-content/mu-plugins Verzeichnis, die automatisch geladen werden.

Die Codeschnipsel können somit entweder jeweils in eine Datei oder alle direkt in einer Datei abgespeichert werden.
Diese Art von Plugins braucht übrigens auch nicht den üblichen File Header.

Der Vorteil liegt hierbei also bei der Organisation bzw. besseren Übersicht.
Ein weiterer Vorteil gegenüber der vorherigen (und auch nächsten) Variante ist, dass die MU Plugins früh geladen werden.

Die MU Plugins werden grundsätzlich immer geladen, heißt, auch bei einer Multisite Installation mit mehreren Blogs. Möchte man einen Codeschnipsel nur für einen Blog nutzen, so muss die jeweilige Blog ID abgefragt werden, oder verwendet die nächste Variante.

Variante 3: Ein simples, seitenspezifisches Plugin nutzen

Diese Variante hat vor kurzem Samuel Wood aka Otto in seinem Blog unter „Creating a Site-Specific Snippets Plugin“ veröffentlicht.

Hiebei wird ein einfaches Plugin wie folgt angelegt:

  1. Erstelle zunächst ein neues Verzeichnis im Plugin Verzeichnis, zum Beispiel /wp-content/plugins/example.de.
  2. Erstelle in dem neuen Verzeichnis eine leere PHP Datei, der Dateiname ist beliebig.
  3. Danach benötigt das Plugin einen File Header:
<?php
/*
Plugin Name: Plugin für example.de
Description: Codeschnipsel für example.de
*/

In diesem Plugin können jetzt die Codeschnipsel abgelegt werden. Entweder ein Plugin für alle oder für jeden Schnipsel ein Plugin, was den Vorteil mit sich bringt, dass sich die einzelnen Schnipsel/Plugins später einfach deaktivieren lassen.

Das waren drei verschiedene Varianten, wie man seine Codeschnipsel in WordPress integrieren kann.
Im Endeffekt muss nun jeder selbst entscheiden, so wie er es persönlich am Besten befindet.
Aber vielleicht gibt es ja noch andere Varianten, diese können natürlich gerne in den Kommentaren mitgeteilt werden.