WordPress 3.5: oEmbed, Editorhöhe — Weitere Einstellungen von der Oberfläche entfernt

Eine der Philospophien von WordPress lautet „Decisions not Options“ — Treffe Entscheidungen, keine Möglichkeiten.

When making decisions these are the users we consider first. A great example of this consideration is software options. Every time you give a user an option, you are asking them to make a decision. When a user doesn’t care or understand the option this ultimately leads to frustration. As developers we sometimes feel that providing options for everything is a good thing, you can never have too many choices, right? Ultimately these choices end up being technical ones, choices that the average end user has no interest in. It’s our duty as developers to make smart design decisions and avoid putting the weight of technical choices on our end users.

WordPress Philosophy

Nachdem schon die Einstellung für die XML-RPC Schnittstelle entfernt wurde, hier nun ein paar Weitere.

oEmbed läuft nun komplett automatisch

oEmbed ist die Schnittstelle für das automatische Einbinden von zum Beispiel YouTube Videos oder, in WordPress 3.5 neu, Soundcloud und SlideShare Medien.

oEmbed Einstellungen in WordPress 3.4

In den Einstellungen konnten dazu gewisse Anpassungen vorgenommen werden. Zum Beispiel die Höhe oder Breite festlegen, aber auch die automatische Einbindung komplett deaktivieren. In WordPress 3.5 wird dieser Abschnitt nicht mehr vorhanden sein.

Die Breite wird weiterhin durch die global Variable content_width ermittelt. Wenn die Variable nicht definiert wurde, wird die Breite auf 500px festgelegt. Die Höhe des Mediums ist dann das 1,5-fache der Breite. Siehe dazu die Funktion wp_embed_defaults().
Mit Hilfe des bekannten Shortcodes [embed] ist weiterhin möglich, die Breite bzw. Höhe individuell anzupassen.

oEmbed deaktivieren

Das automatische Einbinden lässt sich ab WordPress 3.5 nur noch über einen Filter deaktivieren. Dazu folgende Zeile:

/**
 * Deaktiviert oEmbed ab WordPress 3.5.
 */
remove_filter( 'the_content', array( $GLOBALS['wp_embed'], 'autoembed' ), 8 );

Editorhöhe setzt auf Cookies

Textbox Einstellung in WordPress 3.4

Die Höhe des Editors (der Textbox) ließ sich in den Einstellungen › Schreiben festlegen. Standardmäßig waren hier 20 Zeilen definiert.

In WordPress 3.5 wird die Höhe in ein Cookie gespeichert. Dadurch kann die Höhe inviduell für den jeweiligen Artikel optimal angepasst werden.

Zusammen mit meinem Plugin Preserve Editor Scroll Position wird das Schreiben direkt viel angenehmer.

Privatsphäre als eigenständige Seite entfernt

Zur Privatsphäre gehörte die Einstellung zur Sichtbarkeit der Seite. Diese Einstellung ist aber nicht komplett von der Oberfläche verschwunden.

Die Index-Einstellung ist in WordPress 3.5 nun unter Einstellungen › Lesen einsortiert.
Anstelle einer JaNein Auswahl gibt es auch nur noch eine Checkbox.

Index-Einstellung in WordPress 3.5 (en)

Upload Verzeichnis ändern

Neben dem Verschieben des wp-content-Verzeichnis, Plugin- oder Theme-Verzeichnis ist es auch möglich, ein benutzerdefiniertes Verzeichnis für die Dateiuploads zu definieren. Der Pfad konnte unter Einstellungen › Mediathek eingestellt werden.
Allerdings war weiterhin ein Zugriff auf das Dateisystem nötig, sodass gerade Anfänger hier viel kaputt machen konnten.
Dies ist auch der Hauptgrund dafür, dass die Einstellung in WordPress 3.5 nicht mehr vorhanden ist. Sie wird nur noch angezeigt, wenn die Einstellung schon vor 3.5 geändert wurde.
Ansonsten lässt sich ein benutzerdefiniertes Verzeichnis weiterhin über Konstanten oder Filter (wp_upload_dir()) definieren.

Zum Thema

7 thoughts on “WordPress 3.5: oEmbed, Editorhöhe — Weitere Einstellungen von der Oberfläche entfernt”

  1. Danke für den Überblick! Der Ansatz „decisions, not options“ scheint sich ja nun so langsam durchzusetzen. Hoffentlich springt der Funke auf breiter Fläche in die Theme-Werkstätten über. ;)

    Darf das uploads-Verzeichnis eigentlich (ob nun über Konstante oder Optionsfeld reguliert) außerhalb des WordPress-Root-Verzeichnisses liegen? Ich denke ans Stichwort cookie-freie Domain für statische Inhalte, ein eigenes Mini-CDN sozusagen.

  2. Hm, ich bin ein wenig hin und her gerissen… Einerseits ist diese Vereinfachung vermutlich für die meisten Nutzer ein Gewinn, andererseits wird es mich stören, solche Einstellungen künftig nur noch hardcoden zu können.
    Vielleicht wäre es Zeit für einen normalen und einen “Expertenmodus”?

    Naja, mal abwarten :) Danke für die übersichtliche Info jedenfalls!

    1. Ich glaub wir haben schon jetzt einen Expertenmodus und einen normalen. Ein Experte sollte in der Lage sein, ein kleines Plugin zu schreiben, welches er nur noch aktivieren muss. :)

    2. Hm ja gut. Prinzipiell bin ich ja sogar (zumindest was langfristige Sachen angeht) eher der Fan von Snippets in der wp-config.php oder der functions.php, schon aus Performancegründen…
      Aber trotzdem ist es doch irgendwie doof, wenn die Standardfunktionalität von WordPress zu Gunsten der Einfachheit beschnitten wird. Wobei das vermutlich egoistisch ist, wir können uns ja auch anderweitig helfen.

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